Ein verpasster Anschlussflug kann einen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung begründen

Nach der Fluggastverordnung 261/2004 EG-VO haben Fluggäste einen Anspruch auf eine Ausgleichzahlung, wenn sie wegen eines verspäteten Zubringerflugs ihren Anschlussflug verpassen und deshalb erst mit erheblicher Verspätung am Reiseziel eintreffen. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 07.05.2013 unter Verweis auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes entschieden.

Entschädigungszahlungen gibt es nach der Fluggastverordnung grundsätzlich ab einer Flugverspätung von 3 Stunden.

Die Entschädigungshöhe ist gestaffelt nach der Streckenlänge. So gibt es für Flugstrecken bis 1.500 km eine Entschädigung von 250,00 €, bis 3.500 km in Höhe von 400,00 € und bei größeren Entfernungen 600,00 €. Zudem haben Fluggäste bei derartigen Verspätungen Anspruch auf Verpflegung, Hotelübernachtung, Telefon- und Taxikosten.

BGH, Urteil vom 07.05.2013, Az.: X ZR 127/11

Als im Reiserecht tätige Kanzlei unterstützen wir Sie gerne bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche nach der Fluggastverordnung.

07.05.2013 von BGH

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