Mieter können von ihrem Vermieter Schadenersatz bei vorgetäuschtem Eigenbedarf verlangen

Der BGH hat entschieden, dass Mieter von ihrem Vermieter Schadenersatz verlangen können, wenn dieser seinen Eigenbedarf an der Wohnung nur vorgetäuscht hat.

Den Richtern lag die Schadenersatzklage eines Mieters aus Koblenz vor. Ihm wurde gekündigt, weil angeblich der neue Hausmeister des Gebäudes in seine Wohnung einziehen sollte. Es kam zu einem Prozess, in dessen Verlauf sich beide Parteien per Vergleich einigten. Der Mieter zog aus, doch statt des Hausmeisters zog eine Familie in die Wohnung ein.

Der Mieter wollte nun finanziellen Ersatz für seine höhere Monatsmiete nach dem Umzug, den längeren Weg zur Arbeit und für seine Kosten des ersten Prozesses – insgesamt rund 25.800,00 €. Er scheiterte beim Landgericht Koblenz. Der BGH hingegen gab ihm Recht und wies den Fall zur erneuten Beurteilung an das Landgericht zurück.

BGH, Urteil vom 10.06.2015, Az.: VIII ZR 99/14

10.06.2015 von BGH

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